Mehr als vier Millionen Ukrainer, die durch die russische Invasion vertrieben wurden, leben derzeit unter vorübergehendem Schutz in Ländern der Europäischen Union, wie neue EU-Statistiken zeigen.
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Die Mehrheit konzentriert sich auf nur wenige Länder, was verdeutlicht, wie ungleich die Aufnahme von Flüchtlingen innerhalb der EU verteilt ist.
Daten des EU-Statistikamts Eurostat zeigen, dass mehr als 4,3 Millionen Ukrainer in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union einen Status des vorübergehenden Schutzes haben.
Laut Zahlen, die von Ilona Havronska, der stellvertretenden ukrainischen Ministerin für Sozialpolitik mit Zuständigkeit für europäische Integration, zitiert wurden, lebt die größte Zahl in Deutschland, berichtet Ukrainska Pravda.
Drei Länder beherbergen die Mehrheit
Eurostat erklärte, dass die meisten vertriebenen Ukrainer derzeit in drei EU-Ländern leben.
„Die EU-Länder mit der höchsten Zahl an Begünstigten des vorübergehenden Schutzes aus der Ukraine waren Deutschland (1.260.230 Personen; 28,8 % der EU-Gesamtzahl), Polen (965.990; 22,1 %) und Tschechien (397.185; 9,1 %)“, teilte die Behörde mit.
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Zusammen beherbergen diese drei Länder rund 60 Prozent der Ukrainer, die in der Europäischen Union vorübergehenden Schutz erhalten haben.
Weniger neue Schutzentscheidungen
Havronska sagte, die Regierungen der EU hätten 2025 insgesamt 683.395 neue Entscheidungen getroffen, ukrainischen Staatsbürgern vorübergehenden Schutz zu gewähren.
Diese Zahl stellt einen Rückgang von etwa 14 Prozent im Vergleich zur Zahl der Entscheidungen im Jahr 2024 dar.
Beamte sagen, dass die allgemeine Sicherheitslage in der Ukraine weiterhin der wichtigste Faktor dafür ist, ob sich vertriebene Bürger entscheiden, in ihre Heimat zurückzukehren.
Debatte über Wahlen nach dem Krieg
Die Frage der im Ausland lebenden Ukrainer ist auch Teil politischer Diskussionen über die zukünftigen Wahlen des Landes geworden.
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Eine Umfrage des Razumkov-Zentrums ergab, dass 61,6 Prozent der Ukrainer der Ansicht sind, dass Bürger, die das Land illegal verlassen haben und nicht zurückgekehrt sind, bei den ersten Wahlen nach dem Ende des Krieges nicht wählen dürfen sollten.
Quellen: Ukrainska Pravda, Eurostat, Razumkov-Zentrum